30. September 2014 Artikel drucken Artikel versenden

Hauptversammlung der Bundesfrauenvertretung

Hauptversammlung der Bundesfrauenvertretung
Foto: dbb saar
Sabine Meier im Kreise weiterer Vertreterinnen der Landesbünde und Fachgewerkschaften
"Frauen müssen ihre Interessen in Netzwerken laut vertreten, wenn in Zukunft mehr Frauen in Führungspositionen gelangen sollen.", so lautet die Quintessenz der öffentlichen Diskussion im Rahmen der Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung unter der Moderation von Astrid Hollmann mit Prof. Jutta Rump, Staatsrätin Gisela Erler und Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung.

„Gerechtigkeit bei der Anerkennung von Kinderziehungszeiten kann nur erreicht werden, wenn diese Zeiten für alle Mütter gleich viel wert sind. Die Neuregelung zur Mütterrente unterscheidet zwischen Müttern, die ihre Kinder vor oder nach 1992 geboren haben und kurioser Weise auch danach, ob die Mutter als Angestellte oder Beamte niedergekommen ist“, kritisierte Helene Wildfeuer, Vorsitzende der dbb bundesfrauenvertretung auf Hauptversammlung der dbb bundesfrauenvertretung am 26. September 2014 in Ludwigsburg.

Es dürfe nicht sein, dass bei der Anrechnung der Kindererziehung für die Altersbezüge unterschiedliche Maßstäbe angelegt werden, erklärte Helene Wildfeuer: „Die Stichtagregelung ist hierbei ebenso wenig akzeptabel wie die Weigerung des Bundes und der Länder – außer Bayern – die verbesserte Anerkennung von Erziehungsleistungen in der Alterssicherung auf die Beamtinnen und Beamte zu übertragen.“

Mit Blick auf den Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur gleichberechtigten Teilhabe von Männer und Frauen an Führungspositionen stellte Wildfeuer fest: „Betrachtet man den Entwurf zum Führungspositionengesetz und die Neuregelung zur Mütterrente im Zusammenhang, wird deutlich, dass Frauenpolitik für die Bundesregierung noch immer nicht den Stellenwert hat, der ihr zusteht.“ So sei beispielsweise anstatt der ursprünglich geplanten 50-Prozent-Quote bei der Besetzung von Gremien in Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung nun nur noch ein „Quötchen“ in Höhe von 30 Prozent bis 2016 vorgesehen.

Wildfeuer weiter: „Damit wird die Chance verpasst, ein klares Signal zur Anerkennung der Arbeit von Frauen zu senden. Während des aktiven Berufslebens müssen viele Frauen erfahren, dass Teilzeitarbeit mit Blick auf Beförderungen ein Karrierekiller ist und im Ruhestand erfolgt die Anerkennung der Erziehungsleistung nach ungerechten Unterscheidungen wie dem Geburtsjahr des Kindes und dem Beruf der Mutter. Es ist höchste Zeit, für eine gerechte und umfassende Frauenpolitik in Deutschland.“

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