Nachdem auch die zweite Verhandlungsrunde für den Öffentlichen Dienst von
Bund und Kommunen am 1. Februar 2010
ergebnislos vertagt
worden ist, werden die Gewerkschaften vor der dritten und entscheidenden
Verhandlungsrunde am 10./11. Februar 2010 in Potsdam dem Nichtstun der
Arbeitgeber mit Aktionen
und Entschlossenheit entgegentreten, machte der dbb-Landesvize Ewald Linn
deutlich.
„Die Politiker verteilen Steuergeschenke und der
Öffentliche Dienst geht baden. Das lassen die Beschäftigten sich nicht gefallen
und werden ihrem Unmut jetzt mit landesweiten Warnstreikaktionen Luft machen. Im
Saarland werden diese Woche Warnstreiks in Stadt- und Gemeindeverwaltungen und
Stadtwerken sowie Bundesbehörden stattfinden“, sagte Linn abschließend.
Der dbb ist mit einem Forderungspaket im Gesamtvolumen von 5 Prozent für die knapp zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen in die Einkommensrunde 2010 gegangen. Neben einer spürbaren linearen Gehaltsverbesserung beinhaltet die dbb-Forderung verschiedene qualitative Komponenten, wie die Verbesserung von Aufstiegen, Höhergruppierungen und Beförderungsmöglichkeiten, die Fortführung der Altersteilzeitmodelle, die Übernahme der Auszubildenden und Anwärter, sowie strukturelle Verbesserungen in den Bereichen Nahverkehr, Versorgung und Krankenhäuser. Das Tarifergebnis soll auf die Beamten des Bundes übertragen werden.