Aus der aktuellen DIW Studie über die Vermögensverteilung in Deutschland
den Schluss zu ziehen, dass die Beamten überversorgt und die wohlhabendste
Berufsgruppe überhaupt seien, ist aus Sicht des dbb saar faktisch falsch und
unseriös. „Unzulässige Vergleiche und entsprechende Darstellungen bedienen die
Neider an den Stammtischen und haben nichts mit der Wirklichkeit zu tun“, so
Landesvorsitzender Artur Folz zur Berichterstattung über die Studie in den
Medien.
Fakt ist, dass der durchschnittliche Versorgungsempfänger
eine jährliche Pension von ca. 30.000 € bezieht. Diese ist dann noch voll zu
versteuern und die private Krankenversicherung von mehreren hundert Euro pro
Monat zu bestreiten.
Mehrere wesentliche Unterschiede bleiben bei einem
verkürzten Vergleich der Durchschnittswerte von Renten- und Pensionsansprüchen
unberücksichtigt erklärte der dbb:
Artur Folz: „Keinen dieser Faktoren zu berücksichtigen ist unseriös. Der Vergleich Äpfel mit Eiern schürt neue Neiddebatten, trägt aber wenig zu einer sachlichen Diskussion über die Einkommensbedingungen im öffentlichen Dienst bei. Außerdem darf nicht außer Acht gelassen werden, welchen Wert ein guter öffentlicher Dienst für unser Gemeinwohl hat. Dies muss auch im Alter honoriert werden“.
Der dbb, so Folz weiter, plädiert seit langem für volle Kostentransparenz bei den Pensionsansprüchen und für ein solides, kapitalgedecktes Versorgungssystem. Folz: „Die Beamten verzichten bei jeder Besoldungserhöhung auf 0,2 Prozent, damit die Dienstherren Versorgungsrücklagen bilden. Dieses Geld einfach in den Globalhaushalten von Bund und Ländern versickern zu lassen, wäre fahrlässig und würde nicht zur Zukunftssicherung der berechtigten Pensionsansprüche der Beamtinnen und Beamten beitragen.“