"Wir machen das. Wer sonst?" – Mit diesem Motto zieht der DBB Beamtenbund und Tarifunion in die Einkommensrunde 2011 im Länderbereich. Mit dieser selbstbewussten Feststellung fordern Arbeitnehmer und Beamte der Länder sowie die Kommunalbeamten die faire Teilhabe am wirtschaftlichen Aufschwung. Die Einkommensrunde 2011 für die rund 800.000 Tarifbeschäftigten und rund 32.000 Auszubildende der Länder beginnt am 4. Februar 2011 in Berlin. Im Saarland sind rund 10.000 Tarifbeschäftigte im Landesdienst sowie an den Hochschulen und den Universitätskliniken betroffen.
Der DBB fordert die Erhöhung der Tabellenentgelte sowie die Ausbildungsentgelte um 50 € als Sockelbetrag und darauf Anhebung um 3 Prozent. Eine Laufzeit über 14 Monate, ab dem 1. Januar 2011 und die Übernahme aller Auszubildenden im Länderbereich sowie die zeitgleiche Übertragung des materiellen Gehalts der Tarifeinigung auf die rund 30.000 Landes- und Kommunalbeamten sowie Versorgungsempfänger.
Zwischen den Verhandlungsführern der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerkschaften (DBB Tarifunion und Ver.di) sind drei Verhandlungstermine geplant. Auftakt 4. Februar 2011 in Berlin, 2. Runde 24./25. Februar 2011, 3. Runde 9./10./11. März 2011 jeweils in Potsdam.
Im Vorfeld der ersten Verhandlungsrunde hatten DBB und Ver.di gemeinsam vom 24. - 28. Januar 2011 bundesweit mit sogenannten berufsspezifischen Tagen in der Öffentlichkeit für den Öffentlichen Dienst und seine Beschäftigten geworben. (www.wir-machen-das-wer-sonst.de)
Die Gewerkschaften wollen die Einkommensrunde ganzheitlich angehen und die Belange der Arbeitnehmer der Länder, der Beamten der Länder sowie der Kommunalbeamten geschlossen vertreten. Man will erreichen, dass die Arbeitgeber und Dienstherren ihre jeweiligen Beschäftigten in der anstehenden Einkommensrunde nicht ungleich behandeln.
In Zeiten wirtschaftlichen Versagens habe der Öffentliche Dienst zuverlässig gearbeitet. Schon in den Krisenjahren galt: Wir machen das. Wer sonst?, stellte der DBB-Landesvorsitzende Artur Folz fest. Deshalb sei es ein Gebot der Fairness und Vernunft den Öffentlichen Dienst am kräftigen Aufschwung teilhaben zu lassen. Die Arbeitnehmer und insbesondere die Beamten hätten in den vergangenen Jahren erhebliche materielle Opfer erbracht. Auch müsse der Öffentliche Dienst im Wettbewerb mit der Privatwirtschaft auch bei den Einkommen konkurrenzfähig bleiben, unterstrich Folz die Einkommensforderung.