Anlass für die Protestaktion gibt der Equal Pay Day, der am 25. März 2011 stattfindet. Der bundesweite Aktionstag markiert den Entgeltunterschied zwischen den Geschlechtern in Deutschland als den Zeitraum, den Frauen über den Jahreswechsel hinaus arbeiten müssten, um auf das durchschnittliche Vorjahresgehalt von Männern zu kommen. Aktuellen Berechnungen zufolge beläuft sich der Gender Pay Gap, das heißt der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern, auf 23 Prozent. Im öffentlichen Dienst wird der Verdienstunterschied zwischen den Geschlechtern auf acht Prozent zu Ungunsten der weiblichen Beschäftigten beziffert.
Frauen verdienen weniger Geld. Wer sonst? Unter diesem Motto demonstrieren weibliche Beschäftigte im Internet seit 28. Februar bis zum Equal Pay Day am 25. März 2011 für eine geschlechtergerechte Bezahlung im öffentlichen Dienst. Über das Online-Portal www.frauen.dbb.de können E-Cards verschickt werden, die auf die Ursachen der Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen hinweisen.
Die Vorsitzende der Landesfrauenvertretung im DBB, Sabine Meier, hat am 23. März 2011 im Rahmen einer Veranstaltung des Frauenrates im Landtag, der zuständigen Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hierzu ein Schreiben mit den dazu gehörenden Grußkarten überreicht und gebeten, die berechtigten Interessen an einer geschlechtergerechten Bezahlung zu unterstützen.