Einkommensrunde TV-L
Erste Aktion im Rahmen der Einkommensrunde TV-L im Saarland
Foto: DJG saar Teilnehmer der Aktiven Mittagspause der Justiz
dbb und seine Fachgewerkschaften im Justizbereich (DJG und BSJ) demonstrieren vor dem Justizministerium
Für heute hatten die Justizgewerkschaften des dbb saar zu einer „Aktiven Mittagspause“ vor dem Justizministerium in Saarbrücken aufgerufen.
Gut 100 Kolleginnen und Kollegen kamen ausgestattet mit Trillerpfeifen, Fahnen und Pla-katen. Dabei wurde neben den Gehaltsforderungen auch auf die sehr angespannte Perso-nalsituation in der gesamten Justiz aufmerksam gemacht.
Parallel wurde im Landtag über den kommenden Doppelhaushalt debattiert. „Dabei ist für den Justizvollzug kein Personal geplant“, beschwerte sich der Landesvorsitzende vom Bund Saarländischer Justizvollzugsbediensteter, Sascha Klein.
Der Landesvorsitzende des dbb saar, Sascha Alles, kritisierte: „Die Arbeitgeber lehnen unsere Forderung erwartungsgemäß ab, legen aber keinen Gegenvorschlag auf den Tisch. Das ist die viel zitierte Wertschätzung aus den Sonntagsreden der Politik. Dabei brauchen wir endlich mehr finanzielle Anreize, da uns sonst immer mehr Kolleginnen und Kollegen verlassen. Gerade mit Blick auf den Rechtsstaat wäre das ein fatales Signal. Denn die Jus-tiz ist eine tragende Säule unserer Demokratie.“
Der Vorsitzende der Deutschen Justizgewerkschaft Saar, Dirk Biegel, betonte: „Die Belastung der Kolleginnen und Kollegen steigt ständig. Wir spüren die Abgänge und auch die steigenden Krankenzahlen. Aber es wird noch zu wenig getan, um hier Ruhe rein zu be-kommen.“
Pressemitteilung (6/2025