06. Juli 2026

Steigende Gewalt gegen Beschäftigte im öffentlichen Dienst – dbb fordert endlich mehr dagegen zu tun (beispielsweise Entzug der Fahrerlaubnis)

Tätliche Angriffe auf Vollstreckungsbeamte u. gleichstehende Personen sind leider an der Tagesordnung und die Fallzahlen steigen. Auch die politischen Reaktionen nach mehr Härte und Verurteilung der Gewalt führen bisweilen nicht zu einer Verbesserung.

Hierzu führt der Landesvorsitzende des dbb saar, Sascha Alles, aus: 

„Nach dem tragischen Tod unserer Kollegen (Polizei und Gerichtsvollzieher) im letzten Jahr und den jüngsten Ereignissen in Stade, bei denen sechs Mitarbeiter einer Jugendhilfeeinrichtung sowie des Jugendamtes getötet wurden, scheint ein neuer trauriger Höhepunkt erreicht. 

Ob in Jugendämtern, sozialen Diensten, Schulen, Polizei, Justiz, Rettungsdiensten oder Verwaltungen, unsere Kolleginnen und Kollegen übernehmen jeden Tag Verantwortung für unsere Gesellschaft. Tägliche Anfeindungen, Pöbelleien oder gar körperliche Übergriffe dürfen nicht geduldet werden. Wir erwarten Respekt für diejenigen, die für unsere Gesellschaft in vielfältiger Weise eintreten und diese täglich am Laufen halten. 

Es ist zum Beispiel total krank, wenn Feuerwehrleute oder Rettungskräfte bei ihrer Arbeit behindert oder sogar angegangen werden, denn sie wollen nur helfen. Aber auch das ist heute Realität. 

Jede Gewalt gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes ist ein Angriff auf unseren Rechtsstaat und somit auch auf unsere Demokratie. 

 

Wir fordern daher eine bessere statistische Erfassung und eine Erweiterung der Auswertungsmöglichkeiten bei Gewaltdelikten auch außerhalb der Polizei. 

Auch können wir uns einen vorübergehenden Entzug der Fahrerlaubnis nach Gewaltdelikten gegen Beschäftigte des öffentlichen Dienstes vorstellen. Es sollte jedem klar sein, dass ein solches Verhalten (Gewalt) direkte Konsequenzen nach sich zieht. 

 

Unter dem Motto: Wer die Faust erhebt, der geht (zu Fuß)!