Einkommensrunde TV-L
Warnstreik beim Landesbetrieb für Straßenbau
Gegen die Blockadehaltung der Arbeitgeber in der laufenden Einkommensrunde des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Beschäftigten des Landesbetriebs für Straßenbau in Neunkirchen ein deutliches Zeichen gesetzt und es kamen gut 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einer zentralen Kundgebung zusammen.
„In Deutschland gibt es Straßenmeistereien, in denen Beschäftigte sowohl nach TVöD als auch nach TV-L bezahlt werden. „Es ist durch nichts zu rechtfertigen und auch nicht vermittelbar, dass unsere Kolleginnen und Kollegen, die im Saarland angestellt sind, schlechtere Konditionen hinnehmen müssen, als beispielsweise Kommunalbeschäftigte. Wir fordern gleiches Geld für gleiche Arbeit!“, so der Landesvorsitzende des dbb, Sascha Alles.
„Die Bundesregierung schüttet viele Milliarden für den Ausbau und die Sanierung der Infrastruktur aus. Auch das Saarland wird hiervon profitieren. Die Umsetzung funktioniert aber nur mit gut ausgebildetem Fachpersonal, welches nicht mit Kleingeld abgespeist werden darf!“, stellte Thomas Kriebs-Zimmermann Bezirksvorsitzender Saar von der Fachgewerkschaft der Straßen- und Verkehrsbeschäftigten VDStra. klar.
Der Landesvorsitzende Sascha Alles betonte:
„Ein Ergebnis unterhalb des TVöD gefährdet nicht nur die Attraktivität des Saarlandes als Arbeitgeber, sondern wirkt sich auch auf die Beschäftigten aus. Die Folge wären höhere Fluktuation, längere Einarbeitungszeiten und Frust beim Bestandspersonal.“
Daher setzen wir uns klar für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, für eine faire tarifliche Entlohnung im öffentlichen Dienst und für eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses im TV-L auf die Beamtenschaft und den Versorgungsbereich ein“.
Hintergrund:
Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die kommenden zwei Verhandlungsrunden sind für den 15./16. Januar sowie den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.
