26. Januar 2026

Einkommensrunde der Länder

Warnstreik des BTB in Saarbrücken - Abwärtsspirale im öffentlichen Dienst

    Der dbb hat zusammen mit seiner Fachgewerkschaft Technik und Naturwissenschaft (BTB) zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

    In der laufenden Einkommensrunde des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Arbeitgeber nach der zweiten Runde immer noch kein verhandelbares Angebot vorgelegt. Daher haben Beschäftigten im Bereich des Umweltministeriums ein deutliches und kreatives Zeichen gesetzt und es kamen gut 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einer zentralen Kundgebung vor dem Umweltministerium zusammen.


    „Die TdL möchte nicht einmal in die Nähe des Ergebnisses des TVöD und verkennt dabei, dass damit die Länder weiter abgehängt werden. Wir verlieren immer häufiger Personal an Bund und Kommunen und sind nicht mehr konkurrenzfähig. Die Lage ist mehr als ernst und die Politik verschließt die Augen vor der Realität!“, so der Landesvorsitzende des dbb, Sascha Alles.
    „Was wir aktuell erleben, ist eine Abwärtsspirale im öffentlichen Dienst.“ erklärte Jörg Simon, Landesvorsitzender des BTB. „Der Personalmangel wächst und mit ihm die Belastung des Bestandspersonals. Überstunden, Ausfälle, steigende Krankenstände: So geht es nicht weiter!“
     

    Sascha Alles machte weiter deutlich:
    „Ein Ergebnis unterhalb des TVöD gefährdet nicht nur die Attraktivität des Saarlandes als Arbeitgeber, sondern wirkt sich auch auf die Beschäftigten aus. Die Folge wären höhere Fluktuation, längere Einarbeitungszeiten und Frust beim Bestandspersonal.“
    Daher setzen wir uns klar für eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen, für eine faire tarifliche Entlohnung im öffentlichen Dienst und für eine zeit- und wirkungsgleiche Übertragung des Tarifergebnisses im TV-L auf die Beamtenschaft und den Versorgungsbereich ein“.
     

    Hintergrund:
    Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern für die Beschäftigten der Länder unter anderem eine Erhöhung der Tabellenentgelte der Beschäftigten um 7 Prozent, mindestens um 300 Euro monatlich sowie eine Erhöhung der Azubi-/Studierenden/ Praktikantinnen/Praktikanten-Entgelte um 200 Euro. Von den Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind etwa 3,5 Millionen Beschäftigte betroffen: Direkt ca. 1,1 Millionen Tarifbeschäftigte der Bundesländer (außer Hessen), indirekt ca. 1,4 Millionen Beamtinnen und Beamte der entsprechenden Länder und Kommunen sowie rund eine Million Versorgungsempfängerinnen und Versorgungsempfänger. Die letzte Verhandlungsrunde ist für den 11.-13. Februar 2026 vereinbart.